Langen erreicht 3:3 gegen Bayern München - toll - und liegt auf Platz 2

Statt Annelen Carow an Brett 1 durfte gegen Bayern München Helene Flach ans Brett. Die Favoritenrolle war klar verteilt: nur an zwei Brettern betrug die DWZ-/ELO-Differenz zugunsten der Bayern weniger als 100 Punkte, an den beiden ersten Brettern 2 WIMs, auf Langener Seite war die älteste Spielerin 18 Jahre, auf Bayern-Seite waren alle Spielerinnen, zum großen Teil erheblich - älter. Aber als ich zum Wettkampf kam, sah es nach einem Langener Sieg aus, was auch der Bayern-Mannschaftsführer so einschätzte. Dieser Optimismus steigerte sich, als Leonore Poetsch an Brett 2 , ursprünglich mal in schlechterer Stellung, ihren Positionsvorteil zu einem Sieg gegen eine WIM nutzte. Ein Punkt bei den beiden Restpartien hätte zum Sieg gereicht. Bei Arinna Riegel hätten wohl alle auf ein totes Remis gewettet. Ihre Gegnerin schaffte es aber mit einem Qualitätsopfer, die Stellung aufzuhebeln und zu gewinnen. Anaelle Afraoui an Brett  1 versuchte in etwas besserer Stellung auf Sieg zu spielen, es wurde aber "nur" ein Remis, immerhin auch gegen eine WIM. Die anderen Partien waren zuvor schon Remis ausgegangen.

Mit dieser Konstellation gegen die Bayern ein 3:3 - das ist schon Waaahsinn!! Was hätte ich nur schreiben sollen, wenn wir noch einen halben Punkt mehr geholt hätten...? So liegen wir auf Platz 2 der Tabelle, ansonsten ....

Ergebnisse und Tabelle

Der Einsatz der beiden Französinnen, Anaelle Afriaou (zwei Mal remis an Brett 1 und 2) sowie Florence Rollot (ein Sieg, ein Unentschieden) hat sich gelohnt. Und die Mädels, egal, ob aus Deutschland oder Frankreich stammend, haben sich gut verstanden und freuen sich schon auf ein Wiedersehen. Mannschaftsführer Dr. Erich Flach und Dr. Gero Poetsch dürfen sich mit der Idee, Schach und Austausch unter fast gleichaltrigen Mädels, die somit verschiedene Gesprächsebenen hatten, bestätigt fühlen.

Für das leiblich Wohl hatte Claudia Thomas gesorgt; dankeschön!

Wie sagte eine Bayern-Spielerin beim Gehen: "Schön war es bei euch." Und das war nicht nur auf den glücklich gewonnenen Punkt bezogen, sondern zumindest auch auf die für die beiden bayrischen Gastmannschaften bekannten Farben von Tellern und Servietten.

Erster Wettkampf der Frauen-Bundesliga - und erster Sieg

Ein knapper 3,5:2,5-Sieg im Heimspiel gegen den TSV Forstenried und damit der erste Schritt zum Klassenerhalt. Dass das Langener Team hinten punktet und vorne möglichst nicht verliert, hat sich wieder bewahrheitet. In einem spannenden Wettkampf siegten an den Brettern 5 und 6 Florence Rollot und Johanna Ehmann, während es an den Brettern 2 bis 4 jeweils für ein Remis reichte (Anaelle Afraoui, Leonore Poetsch und Arinna Riegel). Dass Annelen Carow an Brett 1 gegenüber der weiblichen Internationalen Meisterin Nato Imnadze (DWZ 2293)  das Nachsehen hatte, gefährdete den Sieg nicht mehr. Glückwunsch an das Team, bei dem - mit Ausnahme von Annelen - keine Spielerin älter als 18 Jahre ist.

Ergebnisse und Tabelle

Im gleichen Raum wurden die Gernsheimerinnen - trotz recht guter Stellungen - von Bayern München mit 6:0 besiegt.

Das siegreiche Team von links Florence Rollot, Anaelle Afraoui, Arinna Riegel, Annelen Carow, Johanna Ehmann und Leonore Poetsch.

18 Teilnehmer - nein 17 Teilnehmer und eine Teilnehmerin

Wegen der Damenligaspiele an den beiden folgenden Tagen spielte seit langem mal wieder ein Spielerin mit - und wie. Mit einem Sieg in der letzten Runde gegen den verlustpunktfrei führenden Matthias Kürschner kam Anaelle Afraoui auf vier Punkte, genau wie der Sieger Reimund Ochmann und Matthias Kürschner als Zweiter. Respekt!

Eine ansehnliche Teilnehmerzahl (siehe Überschrift) und ein par Freigetränke für Spieler, de unsere junge Dame auf französisch begrüßt haben.

Mal was Nicht-Schachliches

 

Was ist die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands - zum zweiten Mal hintereinander?

Einmal im Jahr fragt die Deutsche Zentrale für Tourismus nach der beliebtesten Sehenswürdigkeit des Landes. 32.000 ausländische Besucher haben was im zweiten Jahr hintereinander wieder zur beliebtesten Attraktion Deutschlands gewählt?

Galerie-Pokal Giessen

Um 08:45 in Giessen angekommen spielte man im Einkaufszentrum unter komischen Rahmenbedingungen. Klappstühle und lange Tische war naja. Um 10 Uhr sollte es dann losgehen.
 
Wir starten etwas naja, nicht erwähnenswert, mit 0 Punkten in der ersten Runde. Aber mal konkret: Ich, Tim, spielte an 1 gegen GM Alexander Donchenko , Tobias Thomas an 2 gegen Graf, da sah man kein Land. Matthias Kürschner verlor überraschend. 
 
Zur Mittagspause hatte ich 3 Punkte und Matthias und Tobi je 2,5 nach 5 Runden. Nach der Mittagspause sollte es dann weiter gehen, doch naja. Ich stellte zwei Gewinnpartien weg, Tobi ebenfalls und Matthias räumte mal auf, aber wohl eher durch physische Stärke. Am Ende kamen 5,5 für Matthias raus ich hatte 4 und Tobi 3,5. Für mich und Tobi ein unzufriedenes Resultat, grade nach der Mittagspause. Alles in allem war es eine Erfahrung wert, das Turnier... leider war die Organisation und Ergebniseingabe etwas mangelhaft, was immer etwas Zeit kostete.
 
Bedanken möchte ich mich wieder mal bei dem SK Langen TaxiBus. 
 
Fazit: Unter Publikum spielen macht Spaß, aber bitte das nächste mal mit anderen Tischen und Stühlen. 
 
Glückwunsch auch an Alexander Donchenko, der souverän gewann.
 
(Tim Rothermel)

Deutsche Jugend-Ländermeisterschaft

Das Turnier ist zu Ende. Der sechste Platz (gestartet auf Setzlistenrang fünf) entsprach den Erwartungen. Helene Flach war erfolgreichste Punktesammlerin des Teams, Katharina Reinecke blieb unter ihren Möglichkeiten. Ein Link auf Einzelergebnisse und ein Mannschaftsfoto.

Bild und Einzelergebnisse

Blitzturnier am Freitag um 20.30 Uhr

Ich verkünde jetzt schon mal eine Rekordteilnehmerzahl, da jeder, der einen fließenden Satz zur Bundestagswahl in Hethitisch, Kisuaheli oder Chinesisch (allerdings nur Mandarin-Chinesisch) beim Betreten des Raumes spricht, ein Freigetränk erhält.

 

Schach-Jugend-WM - Abschussbericht

Die Jugend-WM in Uruguay ist nach 11 Runden zu Ende. Geht man rein vom schachlichen Ergebnis aus, müsste der Titel aus Sicht von Leonore wohl lauten "außer Spesen nichts gewesen". Aber das wird dem Wettbewerb, der Atmosphäre und den Partien nicht gerecht.

Zunächst noch zur letzten Runde: Leonore spielte mit den weißen Steinen gegen Venla Lymysalo aus Österreich (siehe Bild).

Man kann schon sehen, dass die Stimmung alles andere als schlecht war. Beide unterhielten sich vor der Partie noch ein wenig und genossen es, ausnahmsweise gegen eine deutschsprachige Gegnerin antreten zu können, dazu nicht aus dem eigenen Landesverband, denn dazu hätte man nicht so weit reisen müssen. Die Partie endete nach etwas über drei Stunden mit einem Remis in ausgeglichener Stellung. Bis dahin hatten sich beide Spielerinnen bemüht, in einer sizilianischen Partie den vollen Punkt einzufahren, was letztlich keiner der Kontrahentinnen gelang.

Jugend-WM: Niederlagen für Leonore in der 9. und 10. Runde

Jugend-WM: Niederlagen in 9. und 10. Runde

Dass das gute Ergebnis der ersten 5 Runden sich ewig fortsetzen würde, war nicht zu erwarten. Die Ausbeute von nur einem Remis in der folgenden Doppelrunde war deshalb kein Grund zum Hadern, und auch das Remis in der 8. Runde ging in Ordnung. Die 9. und 10. Runde verliefen aber wirklich enttäuschend, denn beide Partien gingen verloren, wenn auch auf recht unterschiedliche Weise.

In der 9. Runde hatte es Leonore mit Dominika Ferkova (Elo 2035, siehe Bild) aus der Slowakei zu tun.

Die vorbereiteten Varianten kamen zwar schon wieder nicht aufs Brett, weil die Gegnerin im 5. Zug abwich, aber Leonore erspielte sich schnell eine sehr gute Stellung.

Nach dem Zug 12. ... a6 ihrer Gegnerin entstand eine Stellung (siehe Diagramm), in der Leonore mit 13. Sd5: ein gewinnbringendes Opfer hätte spielen können. Sie prüfte diesen Zug auch, verwarf ihn aber wieder, weil sie die Endstellung der Kombination falsch einschätzte. Nach der gewählten Fortsetzung befand sich die Partie ungefähr im Gleichgewicht und Leonore spielte das Opfer nun im 16. Zug, als es leider nicht mehr funktionierte. Die Gegnerin setzte korrekt fort und fuhr mit einer Mehrfigur letztlich recht einfach den Sieg ein. Schade um die Partie, aber immerhin mutig gespielt. In einem Interview mit GM Granda Zuniga war einmal zu lesen "das Loblied des Feiglings wird niemand singen" und auch wenn das Risiko hier nicht belohnt wurde, so war es immerhin eine spannende Partie - zum Nachspielen. (Auf der verlinkten Seite Poetsch eingeben; dann können alle Partien außer der letzten nachgespielt werden).