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In einem ausgeglichenen Wettkampf behielt Langen I gegen Kelkheim I die Oberhand, überzeugte dabei aber nicht. Trotz eines kampflosen Sieges an Brett 3 wurde es knapp.
Wenig Kampfgeist von Andreas Schmidt an Brett 7: eher harmlose Partieanlage mit frühem Damentausch. Er bekam im Endspiel ein gutes Zentrum samt Läuferpaar, was durchaus hätte weitergespielt werden können. Der nominell schwächere Gegner bot aber remis an, was angenommen wurde. Etwas seltsame Ereignisse auch an Brett 6 von Klaus Pourvoyour: Französisch Abtausch mit Remistendenzen. Sein Gegner arbeitete konsequent an der Verschlechterung seiner Stellung, und als Klaus folgerichtig hervorragend stand, wurde überraschend ebenfalls remis vereinbart.
Die interessanteste Partie spielte mal wieder Willi Koschinski an Brett 4. Als Weisser hatte er offensichtlich von der gespielten Eröffnung (Sweschnikov-Sizilianer) wenig Ahnung. Aber in unnachahmlichen Stil zog er taktische Chancen gegen den schwarzen König auf, rochierte groß, opferte Bauer und Turm und setzte Matt. Großartig!
Glücklich und nicht unwesentlich für den Ausgang des Wettkampfes war die Partie von Peter König an Brett 8. In einem geschlossenen Spanier bekam er eine ziemlich glatte Verluststellung, was der Gegner aber nicht optimal nutzte und schließlich sogar verlor.
Wenig Glück hat in dieser Saison Reimund Ochmann, heute an Brett 5. Er bekam als Schwarzer im Zweispringerspiel eine spannende Stellung mit heterogenen Rochaden, was durchaus chancenreich aussah und seinem Stil liegt. Irgendwie kam sein erhoffter Angriff aber nicht zustande, und nach einigen Abwicklungen landete er in einem verlorenen Turmendspiel.
Ähnliche Ereignisse in den beiden letzten laufenden Partien an Brett 1 und 2. Eine typische Caro-Kann-Partie spielte Frank Keim: ohne Schwächen, aber etwas passiv. Sein Gegner hielt den Druck konsequent aufrecht und konnte nach einer fehlerhaften Abwicklung von Frank gewinnen. Dafür entwickelte sich der komplizierte Königsinder an Brett 2 (T.Schlapp) zum Spiel auf ein Tor. Der übliche schwarze Angriff fand nicht statt, und nach 5 Stunden Spielzeit beging der Kelkheimer in schwieriger, aber noch verteidigungsfähiger Stellung einen groben Fehler, der sofort verlor. Endstand damit 5:3. Langen I hat wieder, begünstigt durch die Niederlage der führenden Hochheimer, reelle Aufstiegschancen. Mit dem Biss und der Zielstrebigkeit eines Aufsteigers hat die Mannschaft allerdings nicht unbedingt gespielt...
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