Blitzturnier am Freitag um 20.30 Uhr

Ich verkünde jetzt schon mal eine Rekordteilnehmerzahl, da jeder, der einen fließenden Satz zur Bundestagswahl in Hethitisch, Kisuaheli oder Chinesisch (allerdings nur Mandarin-Chinesisch) beim Betreten des Raumes spricht, ein Freigetränk erhält.

 

Schach-Jugend-WM - Abschussbericht

Die Jugend-WM in Uruguay ist nach 11 Runden zu Ende. Geht man rein vom schachlichen Ergebnis aus, müsste der Titel aus Sicht von Leonore wohl lauten "außer Spesen nichts gewesen". Aber das wird dem Wettbewerb, der Atmosphäre und den Partien nicht gerecht.

Zunächst noch zur letzten Runde: Leonore spielte mit den weißen Steinen gegen Venla Lymysalo aus Österreich (siehe Bild).

Man kann schon sehen, dass die Stimmung alles andere als schlecht war. Beide unterhielten sich vor der Partie noch ein wenig und genossen es, ausnahmsweise gegen eine deutschsprachige Gegnerin antreten zu können, dazu nicht aus dem eigenen Landesverband, denn dazu hätte man nicht so weit reisen müssen. Die Partie endete nach etwas über drei Stunden mit einem Remis in ausgeglichener Stellung. Bis dahin hatten sich beide Spielerinnen bemüht, in einer sizilianischen Partie den vollen Punkt einzufahren, was letztlich keiner der Kontrahentinnen gelang.

Jugend-WM: Niederlagen für Leonore in der 9. und 10. Runde

Jugend-WM: Niederlagen in 9. und 10. Runde

Dass das gute Ergebnis der ersten 5 Runden sich ewig fortsetzen würde, war nicht zu erwarten. Die Ausbeute von nur einem Remis in der folgenden Doppelrunde war deshalb kein Grund zum Hadern, und auch das Remis in der 8. Runde ging in Ordnung. Die 9. und 10. Runde verliefen aber wirklich enttäuschend, denn beide Partien gingen verloren, wenn auch auf recht unterschiedliche Weise.

In der 9. Runde hatte es Leonore mit Dominika Ferkova (Elo 2035, siehe Bild) aus der Slowakei zu tun.

Die vorbereiteten Varianten kamen zwar schon wieder nicht aufs Brett, weil die Gegnerin im 5. Zug abwich, aber Leonore erspielte sich schnell eine sehr gute Stellung.

Nach dem Zug 12. ... a6 ihrer Gegnerin entstand eine Stellung (siehe Diagramm), in der Leonore mit 13. Sd5: ein gewinnbringendes Opfer hätte spielen können. Sie prüfte diesen Zug auch, verwarf ihn aber wieder, weil sie die Endstellung der Kombination falsch einschätzte. Nach der gewählten Fortsetzung befand sich die Partie ungefähr im Gleichgewicht und Leonore spielte das Opfer nun im 16. Zug, als es leider nicht mehr funktionierte. Die Gegnerin setzte korrekt fort und fuhr mit einer Mehrfigur letztlich recht einfach den Sieg ein. Schade um die Partie, aber immerhin mutig gespielt. In einem Interview mit GM Granda Zuniga war einmal zu lesen "das Loblied des Feiglings wird niemand singen" und auch wenn das Risiko hier nicht belohnt wurde, so war es immerhin eine spannende Partie - zum Nachspielen. (Auf der verlinkten Seite Poetsch eingeben; dann können alle Partien außer der letzten nachgespielt werden).

Jugend-WM: Leonore geht in und nach Doppelrunde baden; Remis in der 8. Runde

Die Überschrift verrät es schon: In der Doppelrunde am 22.09. wurde keine reiche Ernte eingefahren, insgesamt nur ein Remis. Dieses Remis fühlte sich im Nachhinein auch noch fast wie eine Niederlage an. Und dass man daraus am meisten lernen kann, bleibt zunächst ein schwacher Trost. Das am Folgetag in der 8. Runde gespielte Remis war als Ergebnis einer schönen Partie dann allerdings ein echter Kontrast.

In der Vormittagsrunde bekam Leonore es mit Maria Palma aus Italien zu tun (siehe Bild), die ca. 150 Elo mehr aufzuweisen hatte. Diese Zahlen sind aber, wenn man das Tabellenbild betrachtet, hier wirklich nicht aussagekräftig. Beispielsweise mischen ganz vorne einige Amerikanerinnen mit, die mit Zahlen zwischen 1700 und 1900 gesegnet sind, aber 2200er bis 2300er Leistungen aufs Brett bringen. Einige Elo-Millionäre wiederum wurden zu Punktelieferanten. Das Studium der Partien von Maria Palma zeigte, dass sie recht wechselhaft spielt, aber unter Druck (an ihrer Zahl gemessen) recht schlecht verteidigt. Also war der Plan, Druck zu machen und wir sahen uns gegen ihre 1.c4-Eröffnung etliche Varianten an, die nach 1. ...c6 über verschiedene Zugfolgen in Varianten des abgelehnten Damengambits mündeten, die für Schwarz vorteilhaft erschienen. Leider ging dieser Plan nicht auf, denn es kam 2.e4 d5 3.ed: cd: 4.d4 Sf6 5.Sc3 Sc6 6.Sf3 Lg4 7.cd: Sd5: 8.Db3 Lf3:, was wir uns als Nebenvariante immerhin auch kurz angesehen hatten. Maria Palma kannte diese Variante anscheinend ganz gut, überspielte Leonore von hier an Schritt für Schritt und bestätigte damit ihre gute Elo-Zahl tatsächlich. Schade, aber abhaken und nächste Partie...

Jugend-WM

Eine Niederlage gegen eine starke Gegnerin und ein Remis gegen eine schwächere Gegnerin - das war die Ausbeute von Leonore Poetsch in den letzten beiden Runden. Näheres später.

Übersicht

Bericht von der Jugend-Schach-WM

Nachdem Leonore in der 4. Runde mit recht guter Leistung Remis gespielt hatte, rutschte sie natürlich trotzdem in der Tabelle ein wenig nach hinten und spielte in der 5. Runde nicht mehr an einem Live-Brett. Das hatte auch sein Gutes, denn erstens wird die Partie dann später korrekt eingegeben (chess-results verwendet ansonsten in der Datenbank die fehlerhaft übertragenen Live-Partien), zweitens dürfen auch Eltern wieder in den Spielsaal und dort ein Foto machen.

Die Freude darüber war unbegründet, denn Leonores Gegnerin kam erst kurz nach Rundeneröffnung, nachdem die Begleitpersonen den Spielsaal schon wieder verlassen mussten. Daher auch diesmal nur ein Foto vor Rundenbeginn mit "Leonore allein am Brett", allerdings sieht man rechts auf dem Bild auch die 
Deutsche Jugendmeisterin U16w, Lara Schulze, so dass wir hier immerhin beide Vertreter Deutschlands in dieser Altersklasse abgebildet haben.

Leonores Gegnerin war in dieser Runde die Französin Anne-Marie Conti. Interessant hierbei, dass unser Neumitglied Florence Rollot die Französischen Meisterschaften mit 8/9 gewann, ihre einzige Niederlage aber genau gegen Mademoiselle Conti bezog. Wir waren also gewarnt und Leonore hatte sich gut 
vorbereitet. Die Vorbereitung kam zwar nicht 1:1 aufs Brett, aber es entstanden ähnliche Stellungsbilder, so dass Leonore sich gut zurechtfand und allmählich kleine Vorteile ansammelte. Statt diese nun materiell umzusetzen und einen Bauern zu gewinnen, wollte sie zunächst ihre Stellung noch verstärken, übersah dabei aber einen recht einfachen Antwortzug und fand sich in einer schlechteren Stellung wieder. Dadurch verunsichert, spielte sie ungenau und geriet in eine passive Stellung mit Minusbauern, die sie aber nach 
langem Kampf halten konnte, da auch die Gegnerin noch Möglichkeiten verpasste. Noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen!

Gut, dass anschließend der Ruhetag kam, an dem wir die Stadt besichtigt haben. Es hat ziemlich stark geregnet, also waren wir in der Kathedrale, in verschiedenen Museen und auch ein wenig Einkaufen. Aus einem der Museen hier noch ein Bild. Es handelt sich um einen "rompecabezas", also eine "Kopfzerbrecher" genannte Waffe, ähnlich einem Morgenstern, nur etwas einfacher und aus Stein gefertigt. "Rompecabezas" nennt man aber auch Rätsel, bei denen man sich den Kopf zerbricht. Das passt doch ganz gut auch zum Schach.

Am 22.09. geht es nun mit einer Doppelrunde weiter, anschließend folgen noch vier kopfzerbrechende Einzelrunden.

Zum Stand aller Spieler der Deutschen Delegation nach 3 und nach 5 Runden kann der geneigte Leser übrigens zwei Berichte auf der Seite des Deutschen Schachbundes finden. Dort gibt es sogar ein Bild von Leonore mit Gegnerin.

(Dr. Gero Poetsch)

Jugend-EM

Mit drei Siegen aus den letzten drei Partien kam Florence Rollot, die in der neuen Saison für unser Damenteam spielt, auf 5 Punkte aus 9 Runden, was zu einer leichten ELO-Verbesserung führte.

Bis bald in Langen!

Tabelle

Leonore Poetsch - tolles Remis in der 4. Runde

Heute lief es gut, Leonore hat gegen WFM Gajcin Marina (ca. 200 Elo mehr) ein relativ sicheres Remis eingefahren. Am Ende hatte sie laut Rechner die etwas bessere Stellung (+0,5) und deutlich mehr Zeit, aber die Stellung war recht taktisch und die "+0,5" wurden am Brett ja nicht angezeigt, insofern ist das Remis voll in Ordnung.

Leider gab es bei der Liveübertragung Fehler, die dort angezeigten Züge sahen deshalb teilweise wie richtige Anfängerzüge aus. Beispielsweise hätte einmal ein Läufer einfach so geschlagen werden können, was in der Partie natürlich nicht ging.

 

Poetsch - Gajcin


(Dr. Gero Poetsch)

2. und 3. Runde bei der Jugend-WM

Am 18.09. gab es eine Doppelrunde. Leonore durfte in der 2. Runde an einem der Live-Bretter spielen. Diese stehen in einem separaten Raum im 25. Stock, wo leider Begleitpersonen keinen Zutritt haben (siehe Bild). Nach Aussage von Leonore ist aber die Aussicht vom Spielsaal aus fantastisch und man kann sogar 
von der Toilette aus über das Meer sehen.

In der Partie hat das aber wenig genutzt. Leonore spielte ca. 10 Züge lang "Theorie", bevor sie vom rechten Weg abkam und sich in einer Druckstellung wiederfand, in der es keine Chancen mehr gab. Ihre Gegnerin, WFM Assel Serikbay (2145 Elo) spielte die Partie auch souverän zu Ende. Diesmal hätte Leonore durchaus früher aufgeben können, vermutlich wollte sie aber noch etwas die Aussicht genießen.

In der Nachmittagsrunde traf Leonore auf Isabella Mostacero Velarde aus Peru (Elo 1760). In dieser Partie hatte Leonore permanent eine angenehme Stellung mit deutlichem Raumvorteil, die sie bis zum 40. Zug zu einer Gewinnstellung ausbauen konnte. Ein nicht gesehener entscheidender Zug brachte sie aber komplett um ihren Vorteil, so dass sie die Partie im Endspiel "noch einmal gewinnen musste", was auch gelang. Die Gegnerin antwortete übrigens auf Leonores Züge praktisch immer sofort. Dafür spielte sie zwar fantastisch, aber fürs Schnellspielen gibt es keinen Sonderpreis, höchstens ein Dankeschön vom Gegner.

Jugend-Schach-WM Uruguay

Nach einer Niederlage in der zweiten Runde gegen eine weibliche FIDE-Meisterin (WFM) gelang Leonore Poetsch in der dritten Runde wieder ein Sieg gegen eine DWZ-schwächere Spielerin, so dass sie nunmehr bei zwei Punkten aus drei Runden steht. In der vierten Runde wartet wieder eine WFM. Leonore Poetsch

Nachfolgend die Partie 2. Runde

Der Ligakommentar von Heinz Wolk

Der Ligakommentar

(Heinz Wolk)

Einen erfreulichen Start in die neue Saison verzeichneten die Starkenburger Vertreter in den Hessischen Ligen. In der Hessenliga kam der nach dem Aufstieg von Gernsheim I in die Oberliga einzig verbliebene südhessische Vertreter Griesheim II zu einem klaren Heimerfolg gegen Niederbrechen I. Ein starke Leistung an den vorderen Brettern sowie eine solide zweite Hälfte garantierten einen sicheren Auftaktsieg des Hessenmeisters des Vorjahres. Auch in der Verbandsliga Süd ließen die Starkenburger am ersten Spieltag nichts anbrennen. Trotz Unterzahl behielt die Erste des Schachforums dank einer stark aufspielenden zweiten Mannschaftshälfte  gegen die Schachfreunde aus Frankfurt die Oberhand. Etwas enger ging es  in Langen zu, doch am Ende reichte es gegen Bad Soden zu einem knappen 4,5:3,5 Erfolg. Roßdorf I kam in Bensheim nicht über ein 4:4 Unentschieden hinaus. Angesichts der Tatsache, dass den Roßdörfern zwei erfahrene Stammspieler nicht zur Verfügung standen und in Anbetracht des engen Verbandsligakaders nicht adäquat ersetzt werden konnten, wird die Bischoff-Truppe sicher zufrieden aus Bensheim zurückgekehrt sein. Souverän sicherte sich die SG Rödermark/Eppertshausen mit einem 5:3 Erfolg die ersten beiden Punkte. Bei sechs Remisen  reichten zwei Gewinnpartien von  Udo Wolf und Thomas Richter, um sich gegen die zweite Mannschaft von König Nied durchzusetzen. Im vereinsinternen Duell zwischen Gernsheim II und Gernsheim III setzte sich erwartungsgemäß die Zweite mit 5:3 durch.

Bericht über die Erste

Um 14:00 sollte es fűr uns Langener los gehen in die neue Saison.
 
Gespielt wurde zu Hause gegen den Aufsteiger aus Bad Soden. Da beide Mannschaften etwa nominell gleichstark antraten sollte es ein spannender Kampf werden. An Brett eins musste Erich frűh eine Figur geben gegen etwas Spiel. An.Brett 2 Stand Frank etwas schlechter. Brett 3 war Matthias mit der " Wunderwaffe " am Werk und schaute mal so - ging.
An 4 stand Ali seit dem 1 Zug einfach gut und spielte auf Sieg sehr schoen.
An Brett 5 spielte Stefan, der sehr positionell stand, und mal schauen. Brett 6 spielte Willy gegen einen O Kelly eher -+. An 7 spielte ich ein Wolgagambit mit kleiner Ungenauigkeit. Brett 8: Rudi stand solide.
 
So jetzt aber mal zum spannenden ...
An Brett 7 konnte ich mich befreien und dank einer Ungenauigkeit des Gegners die Partie rasch gewinnen - 1:0 fűr uns. Leider.hatte Erich kurz darauf die Partie verloren - 1:1. Kurze Zeit später brachte uns Ali dank eines sehr stark gespielten Angriffes wieder in Fűhrung.
Gegen 18:30 konnte Frank dann glänzen, da sein Gegner feststellen musste: ich hab ja Grundreihenprobleme und Schwarzefelderschwaechen. So stand es gegen 18:30 3:1 fuer uns.
 
Doch spannend war es bis zum Schluss:Rudi war in einem Lauefer gegen Springer Endspiel, Willy ebenfalls -beide schwer. Willy verlor sein Endspiel so dass es 3:2 stand - wieder spannend. Matthias hatte eine schoene Kombination auf dem Brett sah, sie leider nicht - komplett schade. Aber nach 15 Jahren Abwesenheit vom Turnierschach sehr starke Partie. Stefan an Brett 5 spielte ein solides Turmendspiel. "Die Studie eines Turmendspiels ist genauso langweilig wie Haferschleim, aber auch genauso gesund." sagte einst Tarrasch. Stefan erkaempfte sich ein Remis. Rudi holte sich mit einem Bauern mehr ein sehr starkes Remis. So - es steht 4:3 und Matthias ist bereits 6:15 am Brett. Mittlerweile steht er etwas besser, so dass er Remis zum Wohle der Mannschaft bot und der Gegner annahm. 
 
Im Endeffekt ein sehr showreicher Spieltag mit einem harten Arbeitssieg. 
 
(Tim Rothermel)