Der Ligakommentar von Heinz Wolk

Der Ligakommentar

(Heinz Wolk)

Einen erfreulichen Start in die neue Saison verzeichneten die Starkenburger Vertreter in den Hessischen Ligen. In der Hessenliga kam der nach dem Aufstieg von Gernsheim I in die Oberliga einzig verbliebene südhessische Vertreter Griesheim II zu einem klaren Heimerfolg gegen Niederbrechen I. Ein starke Leistung an den vorderen Brettern sowie eine solide zweite Hälfte garantierten einen sicheren Auftaktsieg des Hessenmeisters des Vorjahres. Auch in der Verbandsliga Süd ließen die Starkenburger am ersten Spieltag nichts anbrennen. Trotz Unterzahl behielt die Erste des Schachforums dank einer stark aufspielenden zweiten Mannschaftshälfte  gegen die Schachfreunde aus Frankfurt die Oberhand. Etwas enger ging es  in Langen zu, doch am Ende reichte es gegen Bad Soden zu einem knappen 4,5:3,5 Erfolg. Roßdorf I kam in Bensheim nicht über ein 4:4 Unentschieden hinaus. Angesichts der Tatsache, dass den Roßdörfern zwei erfahrene Stammspieler nicht zur Verfügung standen und in Anbetracht des engen Verbandsligakaders nicht adäquat ersetzt werden konnten, wird die Bischoff-Truppe sicher zufrieden aus Bensheim zurückgekehrt sein. Souverän sicherte sich die SG Rödermark/Eppertshausen mit einem 5:3 Erfolg die ersten beiden Punkte. Bei sechs Remisen  reichten zwei Gewinnpartien von  Udo Wolf und Thomas Richter, um sich gegen die zweite Mannschaft von König Nied durchzusetzen. Im vereinsinternen Duell zwischen Gernsheim II und Gernsheim III setzte sich erwartungsgemäß die Zweite mit 5:3 durch.

Bericht über die Erste

Um 14:00 sollte es fűr uns Langener los gehen in die neue Saison.
 
Gespielt wurde zu Hause gegen den Aufsteiger aus Bad Soden. Da beide Mannschaften etwa nominell gleichstark antraten sollte es ein spannender Kampf werden. An Brett eins musste Erich frűh eine Figur geben gegen etwas Spiel. An.Brett 2 Stand Frank etwas schlechter. Brett 3 war Matthias mit der " Wunderwaffe " am Werk und schaute mal so - ging.
An 4 stand Ali seit dem 1 Zug einfach gut und spielte auf Sieg sehr schoen.
An Brett 5 spielte Stefan, der sehr positionell stand, und mal schauen. Brett 6 spielte Willy gegen einen O Kelly eher -+. An 7 spielte ich ein Wolgagambit mit kleiner Ungenauigkeit. Brett 8: Rudi stand solide.
 
So jetzt aber mal zum spannenden ...
An Brett 7 konnte ich mich befreien und dank einer Ungenauigkeit des Gegners die Partie rasch gewinnen - 1:0 fűr uns. Leider.hatte Erich kurz darauf die Partie verloren - 1:1. Kurze Zeit später brachte uns Ali dank eines sehr stark gespielten Angriffes wieder in Fűhrung.
Gegen 18:30 konnte Frank dann glänzen, da sein Gegner feststellen musste: ich hab ja Grundreihenprobleme und Schwarzefelderschwaechen. So stand es gegen 18:30 3:1 fuer uns.
 
Doch spannend war es bis zum Schluss:Rudi war in einem Lauefer gegen Springer Endspiel, Willy ebenfalls -beide schwer. Willy verlor sein Endspiel so dass es 3:2 stand - wieder spannend. Matthias hatte eine schoene Kombination auf dem Brett sah, sie leider nicht - komplett schade. Aber nach 15 Jahren Abwesenheit vom Turnierschach sehr starke Partie. Stefan an Brett 5 spielte ein solides Turmendspiel. "Die Studie eines Turmendspiels ist genauso langweilig wie Haferschleim, aber auch genauso gesund." sagte einst Tarrasch. Stefan erkaempfte sich ein Remis. Rudi holte sich mit einem Bauern mehr ein sehr starkes Remis. So - es steht 4:3 und Matthias ist bereits 6:15 am Brett. Mittlerweile steht er etwas besser, so dass er Remis zum Wohle der Mannschaft bot und der Gegner annahm. 
 
Im Endeffekt ein sehr showreicher Spieltag mit einem harten Arbeitssieg. 
 
(Tim Rothermel)

Schach-Jugend-WM - Ankunft in Uruguay

Die Anreise war recht anstrengend, wir sind Freitags um 18:30 Uhr in Schöneck abgefahren und Samstags um 12:00 Uhr Ortszeit am Hotel in Montevideo angekommen. Inklusive Zeitunterschied von 5 Stunden also eine Anreise von 22,5 Stunden. In dieser Zeit kann man die meisten Spielorte der Verbandsliga Süd zu Fuß erreichen (wer will, kann es ja mal probieren).

Was kann im Bericht stehen, wenn der Wettbewerb gerade erst angefangen hat? Das leckere Essen im Flugzeug spare ich mal aus, wir sind trotzdem gut angekommen und nach einer kurzen Akklimatisierungsphase auch wieder fit. Untergebracht sind wir im Sheraton Hotel, in dem auch gleichzeitig gespielt wird. Kurze Wege also. Das Hotel bietet allen Komfort, außerdem ist ein Einkaufszentrum direkt um die Ecke.

Vom Hotelzimmer aus können wir das Meer sehen, gestern haben wir auch schon einen kurzen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Hier gibt es viele wirklich schöne alte Häuser, aber auch etliche Wohnblöcke im Stil der 70er Jahre, Modell "Bausünde plus". Leider haben wir versäumt, hierzu ein eindrucksvolles Foto an der Uferpromenade zu schießen - wird noch nachgeliefert.

Zum Schach: Deutschland ist mit einer überschaubaren Delegation von nur 8 Spielern vertreten. Viele Spieler hatten es vorgezogen, bei der Jugendeuropameisterschaft in Rumänien anzutreten. Von der Spielstärke her war das Teilnehmerfeld dort ungefähr gleichwertig, insofern eine nachvollziehbare Entscheidung. Leonore ist in der U16w auf Startranglistenplatz 23 gesetzt, es spielen 60 Teilnehmerinnen mit. Heute in der 1. Runde spielt Leonore gegen Clara Belen Munoz, eine Argentinierin mit knapp 1600 ELO. Leider müssen alle Begleitpersonen vor Partiebeginn den Spielsaal verlassen und Leonores Gegnerin war noch nicht dort, daher hier nur ein Foto von "Leonore allein am Brett". Man erkennt liebevolle Details wie Figuren aus PE und ausrollbare Kunststoffbretter. Wer Schach auf der Straße gelernt hat, ist hier klar im Vorteil :-).

Weitgehend gelungener Saisonauftakt

Ein knapper Sieg der Ersten in der Verbandsliga Süd (4,5:3,5) gegen Bad Soden 1, ein Kantersieg der Zweiten in der Starkenburgliga 7:1) gegen Weiterstadt 1 - so kann es weitergehen. Näheres zu den beiden Wettkämpfen noch in einem gesonderten Bericht später.

Ohne drei Stammspieler und kurzfristig wegen Erkrankung nur zu siebt angetreten - da ist eine 3:5-Niederlage gegen Schachforum 3 nicht überraschend, aber ärgerlich. Ganze Punkte holten Norbert Koch und Jonas Renk, ein Remis steuerten Dr. Norbert Riegel und Altmeister Paul Schüller bei. In Stammbesetzung wird das besser!

Dank Männer- und Women Power siegte die Langener Vierte in der Kreisklasse B knapp mit 4,5:2,5 gegen Bad König 2: Franz und Horst Mann siegten, Maja Buchholz mit einem Sieg und Netta Hietala mit einem Remis trugen einen wesentlichen Teil zum Sieg bei; den restlichen Punkt errang Udo Zelmer. Weiter so!

Daneben siegt die Langener Fünfte gegen die Langener Sechste 4:1 - Details siehe Screenshot unten. 

Mir fehlt was zu Beginn der neuen Saison, und zwar ...

die Prognose von Holger Bergmann.

Ok, dann übernehme ich das mal: Langen 1-6 steigen auf.

Und wenn es nicht stimmt - neben Hellseher habe ich noch einen seriösen Beruf, mit dem ich Geld verdiene.

Aber schön wäre es doch, wenn die Prognose jedenfalls teilweise ...

(Jörg Berkes)

Mädchen Grand Prix in Oberreifenberg

Unter 26 Teilnehmerinnen fanden sich auch zwei Langenerinnnen, die am Ende beide aus 5 Runden drei Punkte erzielten. Während Merle Schmidt mit Platz 8 zufrieden gewesen sein dürfte, wird sich Maja Buchholz ein bisschen mehr als Platz 12 erhofft haben.

Tabelle

Neumitglied Florence Rollot bei der Jugend-EM

Seit kurzer Zeit ist es "amtlich", unsere Damenmannschaft wird sporadisch durch drei sehr spielstarke, junge Französinnen verstärkt. Alle drei waren schon französische Jugendmeisterinnen, in unserer DWZ-Liste stehen sie mangels Auswertungen trotzdem erstmal hinten. Das wird sich ganz sicher noch ändern.

Die Grundidee für die Aufnahme neuer Spielerinnen war allerdings nicht, einfach nur starke Spielerinnen von außerhalb zu holen. Damit sind andere Vereine schon gescheitert. Austausch, Jugendbegegnung, kulturelle und soziale Begegnungen sind für uns der wesentliche Aspekt. Nebenbei haben wir bessere Möglichkeiten, leere Bretter zu vermeiden, was in der letzten Saison 3x nicht möglich war. Umgekehrt wird Leonore in der nächsten Saison für Carcassonne an den Start gehen. Hierzu bei Gelegenheit mehr.

Genau jetzt findet ein Ereignis statt, das wir als Verein auf unserer Homepage nicht unerwähnt lassen können: Florence Rollot, eine unserer drei französischen Spielerinnen, nimmt an der Jugend-Europameisterschaft in Mamaia (Rumänien) teil.

Sie war schon zweimal französische Jugendmeisterin, unter anderem in diesem Jahr bei der Französischen Meisterschaft U16w in Belfort, wo sie das Feld nach Belieben beherrschte. Damit hätte sie - genau wie Leonore - am Ende dieser Woche nach Uruguay fliegen und an der Jugend-WM teilnehmen können. Sie hat sich aber für die Jugend-EM entschieden, bei der das Starterfeld im übrigen etwa gleich stark ist wie bei der WM. Aus sportlicher Sicht also eine absolute Herausforderung!

Nachdem Florence zuletzt ein paar ELO-Punkte verloren hat, ist sie nun bei der EM mit Startranglistenplatz 41 bei 75 Teilnehmern ziemlich genau in der Mitte gesetzt. Der Start war von der Punkteausbeute her mit 2/4 weder überragend noch schlecht. Für die Endplatzierung sind nun die letzten 5 Runden entscheidend. Wenn Florence ihr spielerisches Potenzial abrufen kann, das sie in der Französischen Meisterschaft gezeigt hat, kann das Endergebnis noch sehr gut werden. Wir drücken die Daumen!

Für alle Interessenten hier noch zwei Links.

Homepage der Jugend-EM in Rumänien: Jugend-EM. Dort gelangt man auch ziur Live-Übertragung, bei der die Partien der ersten zehn Bretter aller Altersklassen zu verfolgen sind; in der Regel ab 14 Uhr unserer Zeit, am 14.09. (letzte Runde) schon ab 12 Uhr.

Ergebnisse und Tabellen

(Dr. Gero Poetsch)

Wer weiß denn sowas - und Erich gewann

Beim September-Schnellschachturnier, das mit 18 Spielern und einem auch spielstarken Teilnehmerfeld gut besucht war, siegte souverän Erich mit 5 aus 5 und erhielt den 10 Euro-Gutschein. Für den 5-Eurogutschein muss man als Schnellster eine Frage richtig beantworten. Diesmal war Tim Rothermel der Schnellste bei der Frage, welche Stadt in Deutschland die meisten Feiertage hat, nämlich Augsburg (wegen des Augsburger Religionsfriedens aus dem Jahr 1555). Auf die Frage, woher er das wisse, meinte er ganz cool: "Gehört zur Allgemeinbildung". 

Wohlan! Die Ersatzfrage wäre übrigens gewesen, an welchem Tag die erste Eisenbahn in Deutschland fuhr.